Freitag, 24. April 2015

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Aus dieser Entfernung war es nur schwer mit Gewißheit zu sagen, doch Richard bezweifelte, daß es sich bei dem Mann um einen Soldaten handelte. Ein Spaher noch dazu in seiner eigenen Heimat, war er vermutlich ebensowenig. Ein Soldat hatte ohnehin kaum Grund, sich in dieses unbewohnte Gebiet zu wagen. Schließlich hatte Richard diesen Weg - erst ostlich im Schatten der Berge, dann auf einer nordlicheren Route wieder zuruck zu seinem Ausgangspunkt - exakt aus diesem Grund gewahlt.

Richard erklomm die Ruckseite eines schmalen Felsgrats, druckte sich mit dem Bauch auf den Boden und riskierte einen Blick uber den Kamm. Als der Mann naher kam, sah Richard, daß er noch jung war, nicht einmal dreißig. Er wirkte hager und war mitnichten wie ein Soldat gekleidet. Sein unbeholfenes Stolpern ließ vermuten, daß er entweder mit dem Gelande nicht vertraut oder das Wandern einfach nicht kaufen steroide gewohnt war. Uber loses, scharfkantiges Trummergestein zu kraxeln war ermudend, zumal am Hang, wo man nirgendwo festen Boden hatte, der ein gleichmaßiges Ausschreiten erlaubte.

Der Mann blieb stehen, reckte den Hals und spahte zum Wagen hinuber. Keuchend von der Anstrengung des Abstiegs, strich er sich mehrfach das dunne blonde Haar aus dem Gesicht, ehe er den Oberkorper vorbeugte und sich mit einer Hand auf dem Knie abstutzte, um zu verschnaufen.

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